Bei UNS sind Atomkraftwerke SICHER

Im Atomkraftwerk Fukushima passiere am 12. März 2011 der Super-GAU: Eine Explosion zerriss das Reaktorgebäude, wodurch jedem klar wurde, dass es zu einer Kernschmelze kam und radioaktive Strahlung freigesetzt wurde.

Nach dem Atomunglück in Fukushima wurde die gesamte Umgebung in einem Radius vieler Kilometer verstrahlt. Diese Gegend ist seitdem weder für Menschen noch für Tiere noch für Landwirtschaft bewohnbar und nutzbar.

Weil aber dieses Atomunglück erst passierte, nachdem ein Erdbeben in Fukushima wütete und vllt. auch nachdem ein Tsunami den Atommeiler traf, sagten Atomlobby und Atomkraft-Befürworter sofort, dass so ein Unglück in Deutschland nie passieren könnte – denn hier gebe es weder so starke Erdbeben noch Tsunamis.

Auffällig oft wurde in den Medien behauptet, es gehe absolut keine Gefahr von unseren Atomkraftwerken aus – sie seien absolut sicher, auch wegen der moderneren Technik usw.

Um diese Behauptung genauer zu beleuchten, sammeln wir hier Stimmen und Beispiele um die These zu unterstützen oder zu widerlegen. Mit bei UNS meinen wir übrigens nicht nur Deutschland, sondern die moderne westliche Welt.

Sind Atomkraftwerke bei uns sicher?

Argumente für Bei UNS sind Atomkraftwerke SICHER

Argumente gegen Bei UNS sind Atomkraftwerke SICHER

Herunterfahren des Atomkraftwerks Isar 1 löst Reaktorschutz aus

Das Atomkraftwerk musste manuell abgeschaltet werden. Nachdem ein Motor im Not- und Nachkühlsystem während des Betriebs ein Anstieg der Lagertemperatur feststellen konnte. Der Motor wurde ausgetauscht und zur Ursachenklärung an den Hersteller übergeben. Dieser Vorfall wurde erst Tage später gemeldet und auf Stufe 0 eingestuft. Die Kühlung sei durch ein anderes Not- und Nachkühlsystem gesichert gewesen. Interessant hierzu, Greenpeace hält das Kraftwerk für das unsicherste in Deutschland.

Großbritannien lässt Atomkraftwerk bei europaweitem Stresstest nicht teilnehmen

Der Atomkomplex Sellafield soll bei einem EU-weitem Stresstest für Atomkraftwerke ausgenommen werden, da diese Anlage nur noch zur Wiederaufbereitung genutzt wird und die Überprüfung für stromerzeugende Meiler gedacht ist. Interessant an der Sache ist, dass dieser Komplex früher Windscale hieß und internationale Berühmtheit erlangte als: - einer der schwersten Atomunfälle vor Tschernobyl - ein Leck welches über Monate 83.000 Liter hochradioaktive Wasser entweichen lies - ein Rohrleck, das erst nach über 8 Monaten entdeckt und erst Wochen später gemeldet wurde

Brandmelder im Atomkraftwerk Philippsburg funktionierte nicht

Eine fehlerhafte Lötstelle hat bei einer routinemäßigen Funktionsprüfung keinen Alarm ausgelöst. Der Vorfall gehört zu der Meldekategorie N "Normalmeldung", also von geringer sicherheitstechnischer Bedeutung! Die betroffene Baugruppe wurde vom Kraftwerksbetreiber erst ausgetauscht und nach der Reparatur erneut eingesetzt. Nach der Atomaufsichtsbehörde gab es keine Auswirkungen auf die Menschen, die Umwelt oder den Betrieb der Anlage. Seit 1975 werden meldepflichtige Ereignisse in Kernkraftwerken den atomrechtlichen Aufsichtsbehörden der Länder nach bundeseinheitlichen Kriterien gemeldet. Ziel des Meldeverfahrens ist es, den Sicherheitsstand der Kernkraftwerke zu über­wachen und mit dem Rückfluss der Erfahrungen weiter zu verbessern.    

Atomkraftwerk-Stresstest in den USA, 1/3 fällt durch

Nachdem die amerikanische Atomaufsichtsbehörde sagte, dass die Atomkraftwerke in den USA sicher seien, kam nun eine anders lautende Untersuchung an Licht. In den 104 Kraftwerken fehlt es an Ausrüstung und Notfallplänen um extreme Naturkatastrophen und Terroranschläge zu überstehen. Eine Schwachstelle seien unter anderem die Pumpen, welche im Notfall Wasser zur Kühlung herbeischaffen sollen. Zusätzlich hat die Katastrophenplanung den Ausfall der umliegenden Infrastruktur nicht einkalkuliert.

Rohrriss im Primärkreislauf des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld

Ein Rohrstutzen im Atommeiler hat einen 0,35 mm tiefen Riss. Die Bewertung der Sicherheit vom Juni 2010 hat allerdings weiterhin bestand. Grund für den Riss ist ein Herstellungsfehler des Rohrstutzens und stammt aus den Anfangstagen des Meilers im Jahre 1982. Bei der Justierung zur Inbetriebnahme ist die Hälfte des Risses entstanden.

AKW Philippsburg II konnte Brennelemente nicht wechseln

Das Umweltministerium Stuttgart teilte der Aufsichtsbehörde mit, dass ein Brennelement sich nur schwer herausziehen ließ. Der Grund war ein Abstandshalter, der sich verhakt hat und dann abriss. Das derzeit abgeschaltete Atomkraftwerk war nicht gefährdet, die abgerissenen Teile wurden weitgehend geborgen und ein Austausch der betroffenen Brennelemente war möglich. Dieser Vorfall hatte "keine" oder "nur geringe" sicherheitstechnische Bedeutung.

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