Erörterungen für die Schule.
Argumente für einen gesunden Verstand.
Argumente gegen das postfaktische Zeitalter.

Moralisch und wissenschaftlich nicht vertretbar

Sialan am 18.11.2011 um 07:06

"Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Solange wir uns nur aus Angst, selbst von "den anderen" schlecht behandelt zu werden, so verhalten, hat dieses Argument keine Gültigkeit für Tiere, sobald wir es aber als moralische Grundlage unseres Handelns verstehen, gibt es keinen Grund, andere Tiere davon auszuschließen. Denn was stellt uns über andere Tiere? Unsere Intelligenz? Was ist dann mit Kindern oder geistig Behinderten? Stehen sie ebenfalls auf einer moralisch nicht zu berücksichtigenden Ebene? Wohl kaum. Tiere werden in Tierversuchen vergiftet, verbrannt, zusammengenäht, genmanipuliert und krank gemacht. Ist das zu rechtfertigen, bloß weil wir uns Erkenntnis erhoffen? Und welche Erkenntnis eigentlich. Aufgrund von Tierversuchen wurden Fluorchlorkohlenwasserstoffe für unschädlich gehalten - dank Tierversuchen existiert das Ozonloch. Ebenso verhält es sich mit Asbest, den Nachfolgen von Contergan, Lipobay, Trasylol und vielen anderen. Seit Jahrzehnten wird Krebs erforscht, ohne Erfolg. Halt, es gibt einen Erfolg: Krebs bei Mäusen lässt sich seit Jahren auf verschiedene Weisen heilen. Für den Menschen bleibt der Erfolg aus, weil an der Maus getestet wird. Wir brauchen nicht einmal Tierversuche für den Fortschritt, im Gegenteil. Wir brauchen auch keine Alternativen. Wir brauchen bessere Methoden. Solche werden auch entwickelt, leider aber nur mit ca. 4 Millionen (jährlich in Deutschland) gefördert, während Milliarden in Tierversuche fließen. Solange Tierversuche akzeptiert werden, wird das auch so bleiben und es werden weiter jedes Jahr Millionen Tiere leiden und sterben, damit Gelder fließen und Titel verliehen werden, denn dafür sind Tierversuche gut. Und weiterhin werden sie die Medizin in vielen Bereichen behindern, gerade da, wo die Ursachenforschung entscheidend ist, die bei Tierversuchen komplett ausgeblendet wird, bei denen es immer zuerst darum geht die Krankheit überhaupt zu erzeugen.
Es sollte aber auch nicht vergessen werden, dass Tierversuche in der Medizin nur einen Teil der gesamten Tierversuche darstellen. Den Großteil macht die Grundlagenforschung aus. Und die ist mitunter gar nicht darauf ausgerichtet Menschen zu helfen, sondern sucht nur nach Erkenntnissen über bestimmte Tierarten - Biologisches Wissen, das die Welt nicht braucht, für das aber ebenfalls Tiere leiden und sterben.
Des Weiteren führen Konzerne wie Nestlé, Mars, Unilver, Protector & Gamble, etc. Tierversuche durch, um sogenannte Health Claims zu belegen, die sich meist ohnehin nicht bestätigen lassen oder um eine neue Tierfuttermischung am Tier getestet zu haben.
Tierversuche schaffen sich nicht von selbst ab. Die Tierversuchszahlen in Deutschland steigen in den letzten Jahren an. Nur ein klares Nein aus der Bevölkerung, zu Tierversuchen, könnte dies vielleicht ändern.

Antwort hinzufügen

Antworten

Es wurden keine Antworten zu diesem Argument hinzugefügt.