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Argumente gegen das postfaktische Zeitalter.

Privatisierung von Wasser

Petition

Die EU hat Pläne, die Wasserversorgung zu privatisieren. Davon wäre auch Deutschland betroffen.

Momentan ist unsere Trinkwasserversorgung größtenteils in öffentlicher Hand. Das bedeutet, dass die Trinkwasserqualität und die Preise für das Wasser aus unseren Leitungen von den Städten und Kommunen selbst festgelegt werden.

Die EU will aber eine Liberalisierung der Wasserversorgung. Und das bedeutet, dass bei zukünftigen Ausschreibungen auch private Unternehmen teilnehmen können und der billigste Anbieter den Zuschlag bekommt. Die Trinkwasserversorgung für eine ganze Stadt wandert dann bspw. von der Verantwortung der Stadt in die Hände von Unternehmen XYZ.

Welche Gründe hat die EU, solche Privatisierungspläne voranzutreiben? Und profitiert die Bevölkerung davon? Kurz: Welche Argumente sprechen für und gegen die Privatisierung von Wasser?

Pro-Argumente
Contra-Argumente
Wasserquallität nimmt ab
Keine Wasserversorgung mehr
Die Privatisierung des Wasser kam durch Lobbyismus zustande
Ständige Rangeleien
Steigende Wasserpreise

Argumente für die Privatisierung von Wasser

Argumente gegen die Privatisierung von Wasser

neffetshd am 01.03.2013 um 11:06

Wasserquallität nimmt ab

Durch eine Privatisierung des Wassers würde die Wasserqualität erheblich abnehmen.

Denn private Unternehmen handeln gewinnorientiert. Dafür müssen sie das Wasser so schlecht wie möglich säubern, eben nur bis zu bestimmten Richtlinien und es dann so teuer wie möglich verkaufen. Dieses schon minderwertigere Wasser wird natürlich auch Preissparend gelagert und durch Rohre geschickt, die lange keine Wartung mehr hatten, denn die Wartung kostet au...

Quelle: www.sueddeutsche.de/...

neffetshd am 01.03.2013 um 11:24

Keine Wasserversorgung mehr

Private Unternehmen sparen beim Trinkwasser an allen Ecken und Enden. Das haben genügend Beispiele aus der Vergangenheit gezeigt. In London wurde bspw. vor 13 Jahren die Wasserversorgung privatisiert. Seit dem spart das private Wasserversorgungsunternehmen dort so stark, dass die Wasserrohre brechen und das Trinkwasser versickert. Das ist nicht nur ein Verschwendung, die die Verbraucher wieder zahlen müssen, sondern in einigen Teilen Londons kam im v...

Quelle: www.taz.de/...

neffetshd am 01.03.2013 um 11:35

Die Privatisierung des Wasser kam durch Lobbyismus zustande

Große, multinationale Konzerne haben jahrelang für die Privatisierung von Wasser bei der EU gekämpft. Wenn private Interessensgruppen die Politik beeinflussen, nennt man das Lobbyismus - der ist zutiefst verächtlich, aber leider noch nicht verboten.

Bis Lobbyismus endlich verboten ist, muss sich die Gesellschaft dagegen wehren, von privaten Untenehmen hinterrücks diktiert zu ...

pro contra am 07.03.2013 um 04:20

Ständige Rangeleien

Wenn die Wasserversorgung privatisiert wird, werden die privaten Wasserunternehmen immer weiter voran schreiten und ständig für mehr Einkommensquellen kämpfen. Dafür haben sie das Instrument Lobbyismus, mit dem sie die Politik beeinflussen und machen damit der Bevölkerung ständig das Leben schwer. Denn wir als Bevölkerung müssen dann gegen das immer weitere Vordrängen der Wasserkonzerne ankämpfen.

Wir müssen dann gegen Gesetze demonstrieren, die bspw. das...

neffetshd am 01.03.2013 um 11:17

Steigende Wasserpreise

Jedes private Unternehmen will so viel Gewinn wie möglich machen. Sonst kann es nicht überleben. Dementsprechend würden private Wasserversorger die Preise für das Wasser so hoch ansetzen, dass sie den Maximalgewinn einfahren.
Die Verbraucher können dann auch nicht einfach den Wasserversorger wechseln, denn es wird kaum Alternativen geben. Es wird nämlich nur sehr wenige Unternehmen geben, die eine Wasserversorgung durchführen könnten. Und das führt ...

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