Erörterungen für die Schule.
Argumente für einen gesunden Verstand.
Argumente gegen das postfaktische Zeitalter.

Mindestlohn

Petition

Ein gesetzlicher Mindestlohn bedeutet, dass jeder Arbeitnehmer Anspruch auf einen mindestens zu zahlenden Stundenlohn hat. Kein Stundenlohn, egal in welchem Beruf, darf unter dem gesetzlichen Mindestlohn liegen.

Da es bisher keinen Mindestlohn in Deutschland gibt, haben SPD und Grüne das Thema zu Wahlkampfzwecken 2013 aufgegriffen. Nach ihrer Forderung sollen flächendeckend mindestens 8.50 Euro pro Stunde gezahlt werden.

Darüber dürften sich vor Allem Arbeitnehmer freuen, die bisher weniger als diese Lohnuntergrenze bekommen haben. Aber es gibt auch Gegenstimmen, die auf negative Folgen des Mindestlohns hinweisen. Dieses Thema soll daher alle Argumente pro und contra Mindestlohn gegenüberstellen und so zu mehr Transparenz verhelfen.

Pro-Argumente
Contra-Argumente
Staatliche Einsparungen
Erschwerter Einstieg in Arbeit
Konjunkturprogramm
Verlust von Arbeitsplätzen
Soziale Gerechtigkeit
Preissteigerungen
Wettbewerbsgerechtigkeit
Weniger Schwarzarbeit

Argumente für "Mindestlohn"

Argumente gegen "Mindestlohn"

neffetshd am 13.07.2013 um 03:12

Staatliche Einsparungen

Mit einem gesetzlichen Mindestlohn könnte der Staat zehn bis elf Milliarden Euro pro Jahr (!) einsparen. Denn viele Arbeiter heutzutage bekommen wegen des Lohndumpings - vor allem durch die Zeitarbeitsfirmen - nicht mal so viel Geld, wie es ein Hartz IV-Empfänger bekommt. Das bedeutet, sie müssen ihr Gehalt mit Hartz IV aufstocken, damit sie zumindest di...

Quelle: argumentia.de/...

pro contra am 12.07.2013 um 00:50

Erschwerter Einstieg in Arbeit

Wenn Geringqualifizierte oder langjährig Arbeitslose wieder in den Beruf einsteigen wollen, können sie keinen Mindestlohn von 8.50 Euro bekommen. Denn die Arbeit, die sie erledigen, bringt keine 8.50 Euro Gewinn. Also würden Arbeitgeber für solche Angestellten draufzahlen. Und das wird natürlich kein Arbeitgeber mit gesundem Menschenverstand tun.

Realistischer ist, dass durch den gesetzlichen Mindestlohn die Geringqualifizierten und Berufseinsteiger ü...

Quelle: www.bda-online.de/...

Besito am 13.07.2013 um 03:23

Konjunkturprogramm

Die Einführung des Mindestlohnes würde einem eigenen, kleinen Konjunkturprogramm gleichkommen, das die deutsche Wirtschaft ankurbelt. Zwei Hauptpunkte kann man daraus ableiten:

1. Mit mehr Geld in den Taschen verfügen die Menschen über mehr Kaufkraft. Insgesamt würden Privatleuten durch den Mindestlohn 19 Milliarden Euro mehr zur Verfügung stehen. Dieses Geld würde wiederum ausgegeben und komme so der Wirtschaft zugute.

2. Durch h&...

pro contra am 12.07.2013 um 00:55

Verlust von Arbeitsplätzen

Durch einen Mindestlohn würden Arbeitsplätze verloren gehen, denn bevor Arbeitgeber einem Ungelernten 8.50 Euro die Stunde zahlen, würden sie lieber Maschinen entwickeln, die diese Arbeit verrichten. Rationalisierung auf Kosten des Arbeitsmarktes ist die Folge.

Insgesamt würde die Entwicklung der Maschinen, die eine bestimmte Arbeit erledigen, weniger kosten, als die ständige Überbezahlung eines Arbeitsplatzes, für den man keine Qualifizierung b...

Quelle: www.bda-online.de/...

neffetshd am 13.07.2013 um 03:01

Soziale Gerechtigkeit

Ein gesetzlicher Mindestlohn würde zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen: Auch nicht so intelligente Menschen würden für ihre harte Arbeit besser bezahlt werden. Als Müllsortierer oder Wachmann verrichtet man bspw. Tätigkeiten, für die man nich so viel im Kopf haben muss. Aber dennoch ist es harte Arbeit, die sonst kaum jemand machen möchte. Und diese muss auch gerecht entlohnt werden.

Wenn man bedenkt, dass die meisten Menschen auch niemals...

Argumentor am 13.07.2013 um 05:00

Preissteigerungen

Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern mehr Lohn und Gehalt zahlen müssen, können sie die Waren natürlich nicht zum gleichen Preis verkaufen. Die Folge ist, dass in vielen Bereichen die Preise der Waren steigen werden, um die höheren Lohnkosten auszugleichen.

Insgesamt werden dann die Waren teurer. Also bringt es auch nichts, wenn die Arbeiter dann mehr verdienen, denn mehr leisten können sie sich nicht unbedingt. Und diejenigen, die eh schon mehr verdient haben, k...

Quelle: www.gruenderlexikon.de/...

Besito am 13.07.2013 um 03:29

Wettbewerbsgerechtigkeit

Momentan ist es so, dass manche Arbeitgeber Dumpinglöhne zahlen, so dass die Arbeitnehmer Hartz IV beantragen müssen, um leben zu können. Diese Hartz IV-Aufstockung zahlt natürlich in erster Linie der Staat.

Aber: es gibt auch Arbeitgeber, die gerechte Löhne zahlen. Und von diesen Löhnen werden ziemlich viele Steuern abgezogen, die der Arbeitgeber direkt an den Staat zahlt. Und aus diesem Topf, den die gerechten Arbeitgeber zahlen, werden dann die Arbeitn...

Quelle: www.haufe.de/...

Argumentor am 13.07.2013 um 05:06
Weniger Schwarzarbeit

Wenn Arbeiter genügend Geld zum Leben aus ihrer Tätigkeit bekommen, müssen sie sich nichts mehr durch Schwarzarbeit hinzuverdienen. Deshalb ist es nur logisch, dass durch die Einführung des Mindestlohns auch die Schwarzarbeit abnehmen wird.

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