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Befristeter Arbeitsvertrag

Petition

Ein befristetes Arbeitsverhältnis liegt vor, wenn der Arbeitsvertrag auf eine bestimmte Dauer begrenzt ist. Das kann bspw. 1 Jahr sein. Solche Arbeitsverträge werden von immer mehr Unternehmen immer häufiger eingesetzt.

Ein Arbeitsvertrag darf höchstens 2 Mal befristet sein, danach muss der Arbeitnehmer übernommen werden, oder eben nicht. Ausnahmen gibt es, wenn "sachliche Gründe" vorliegen, dann kann der Arbeitsvertrag öfter befristet werden.

Die Frage ist, ob solche befristeten Arbeitsverträge mehr Vorteile oder Nachteile haben. Es hat ja Gründe gegeben, sie einzuführen. Oder sollten sie lieber wieder abgeschafft werden? Was spricht für und was gegen befristete Arbeitsverträge?

Pro-Argumente
Contra-Argumente
Perfekt für Projektgeschäft
Missbrauch durch Arbeitgeber
Keine Bindung an Arbeitnehmer
Verlust junger Talente
Weniger Gefahr durch Horror-Mitarbeiter
Erschwerte Lebensplanung
Verluste durch teure Einarbeitungen
Kein richtiges Zuhause möglich
Kein Zugehörigkeitsgefühl
Hohe Belastung
Unfairness verringert Motivation
Zerstörung des Kündigungsschutzes
Gesetzliche Kündigungsfrist

Argumente für befristete Arbeitsverträge

Argumente gegen befristete Arbeitsverträge

Argumentor am 16.12.2012 um 12:50
Perfekt für Projektgeschäft

Es gibt Stellen, die sind einfach zeitlich begrenzt. Und genau für diese Stellen benötigt man auch zeitlich begrenzte Arbeitsverträge.
Wenn bspw. ein Projekt für eine japanische Firma nur 6 Monate in Anspruch nimmt und man nur für diese Zeit einen Übersetzer braucht, dann schließt man mit diesem Übersetzer auch nur einen befristetn Vertrag über 6 Monate ab.

Quelle: www.spiegel.de/...

neffetshd am 16.12.2012 um 11:35

Missbrauch durch Arbeitgeber

Arbeitgeber vergeben natürlich viel lieber befristete Arbeitsverträge, weil sie sich so den Arbeitnehmer erstmal genauer ansehen können, bevor sie ihn fest einstellen.
Das führt dazu, dass heutzutage fast nur noch befristete Arbeitsverhältnisse eingegangen werden.

Das Problem dabei ist aber, dass befristete Arbeitsverhältnisse ursprünglich nur in Ausnahmefällen eingegangen werden sollten. Und das auch nur, um dem Arbeitgeber die [url=http://www.marburger-bund.de/imb/Bayern/Inhalte_des_Mitgliederbereichs/Merkblaetter_2011/03_...

Argumentor am 14.12.2012 um 15:33

Keine Bindung an Arbeitnehmer

Für Arbeitgeber bieten befristete Arbeitsverträge auf den ersten Blick nur Vorteile. Ein großer Vorteil ist, dass sich der Arbeitgeber nicht an Arbeitnehmer bindet. Dadurch ist er in der Lage, flexibel auf sich ändernde Bedingungen am Arbeitsmarkt zu reagieren.
Wenn bspw. das Geschäft schlecht läuft, keine Aufträge reinkommen und an allen Enden eingespart we...

Argumentor am 16.12.2012 um 13:02

Verlust junger Talente

Unternehmen, die jungen Talenten nur einen befristeten Arbeitsvertrag anbieten, verlieren diese begehrten Arbeitskräfte wieder. Denn eine junge Fachkraft mit tollem Zeugnis hat viele Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Und wenn dann einer der möglichen Arbeitgeber nur einen zeitlich begrenzten Vertrag anbietet, dann fällt der schonmal aus der Auswahl raus.

Und wenn das junge Talent sich doch auf einen solchen Vertrag einlässt, dann merk...

Argumentor am 14.12.2012 um 15:39

Weniger Gefahr durch Horror-Mitarbeiter

Einige Arbeitgeber müssen sich mit sogenannten "Horror-Mitarbeitern" herumschlagen. Diese nutzen ihren Arbeitgeber aus, wo sie nur können und haben gar nicht die Motivation, ehrliche Arbeit zu verrichten. Dies kann sich in verschiedenen Formen zeigen. Beispiele:

1. Arbeitnehmerin ist schwanger, aber verschweigt das im Vorstellungsgespräch. Nach einiger Zeit fehlt sie oft und geht in Schwangerschaftsurlaub. Der Arbeitgeber muss nun schauen, wo er bleibt und...

Besito am 16.12.2012 um 11:55

Erschwerte Lebensplanung

Wenn man als Arbeitnehmer nicht weiß, ob man nach zwei Jahren weiterbeschäftigt wird, kann man zumindest in diesen zwei Jahren sein weiteres Leben nicht planen.
Und oft folgt auf den ersten befristeten Vertrag noch der zweite und der dritte... Das heißt, dass Arbeitnehmer jahrelang nicht wissen, wieviel sie zukünftig verdienen werden - falls sie überhaupt eine Arbeit haben werden.

Daraus folgt dann, dass man nicht planen kann, ein Kind zu bekommen ...

Besito am 16.12.2012 um 12:20

Verluste durch teure Einarbeitungen

Wenn ein Unternehmen einen Mitarbeiter einstellt, muss dieser natürlich erstmal eingearbeitet werden:

- Jedes Unternehmen hat eigene Strukturen und Programme, mit denen man sich zurecht finden muss.
- Jedes Arbeitsgebiet hat viele Facetten; dementsprechend stellt sich jeder Arbeitgeber auch unterschiedliche Ausprägungen der Arbeit vor.
- Kennenlernen von Kollegen und deren Arbeitsschwerpunkte und Wünsche des Chefs nehmen ebenfalls viel Zeit in Anspruc...

Argumentor am 16.12.2012 um 12:37

Kein richtiges Zuhause möglich

Da immer mehr Menschen nur befristete Arbeitsverträge bekommen, können immer mehr Menschen sich nicht wirklich in einer Stadt und einem Haus niederlassen. Denn wenn der befristete Arbeitsvertrag nach Ablauf nicht verlängert wird, muss man sich einen neuen Job suchen und dafür oft umziehen. Das bringt mehrere Probleme mit sich:

- Man kann sich kein Haus und keine Wohnung kaufen, weil man nicht weiß, ob man nach dem befristeten Arbeitsvertrag wieder eine A...

Argumentor am 16.12.2012 um 12:46

Kein Zugehörigkeitsgefühl

Als befristeter Arbeitnehmer kommt man sich vor wie ein Dauerpraktikant. Man weiß nicht, ob man länger bei dem Unternehmen bleiben wird. Und deshalb fühlt man sich logischerweise auch nicht wirklich zugehörig. Das wirkt sich auch auf die Art aus, wie man mit Kollegen oder dem Chef umgeht.

Man weiß mit einem befristeten Arbeitsvertrag nicht mal, ob man seinen Einstand feiern soll. Denn die Freude über den Arbeitsplatz hält sich in Grenzen und m...

pro contra am 16.12.2012 um 13:10

Hohe Belastung

Die Arbeitsplatzunsicherheit trägt dazu bei, dass der befristet beschäftigte Arbeitnehmer unter sehr hohem Druck steht. Die Unsicherheit, ob man weiterhin eine Arbeit haben wird oder nicht, ist ein ständiger Begleiter und eine hohe psychische Belastung.

Zusätzlich steht der Arbeitnehmer unter hohem Druck, weil er Angst hat, dass der befristete Vertrag nicht verlängert wird. Das führt dazu, dass er Dinge tut, die seine Kollegen nicht machen würden.

Quelle: www.fr-online.de/...

pro contra am 16.12.2012 um 13:21

Unfairness verringert Motivation

Der Arbeitnehmer opfert sich für seinen Job auf und erwartet dafür eine Wertschätzung vom Arbeitgeber. Das ist in jedem Job so.
Aber wenn der Arbeitgeber dem Mitarbeiter nur einen befristeten Vertrag gibt, bedeutet das für den Arbeitnehmer, dass er seine Arbeit nicht zur Zufrieden stellend erledigt.

Und wenn man als Arbeitnehmer mit befristetem Vertrag Kollegen hat, die unbefristet beschäftigt sind, kann man diese Ungleichbehandlung nicht einfach weg...

pro contra am 16.12.2012 um 13:43

Zerstörung des Kündigungsschutzes

Der Kündigungsschutz wurde nicht ohne Grund eingeführt. Er sollte vor willkürlichen Kündigungen schützen und dem Arbeitnehmer Sicherheit geben, damit er sich ohne Sorgen voll und ganz der Arbeit widmen kann. Für einen Sozialstaat, der wirtschaftlich zukunftsfähig sein will, ist so ein Kündigungsschutz eine tolle Errungenschaft!

Leider wird der [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/befristete-arbeitsvertraege-von-der-leyen-fleddert-den-kue...

neffetshd am 13.08.2013 um 09:58
Gesetzliche Kündigungsfrist

Wer einen Arbeitnehmer mit einem befristeten Vertrag einstellt, weil er Angst hat, ihn an sich zu binden, hat keine Ahnung.

Denn jeder Arbeitsvertrag kann (mit kurzer Kündigungsfrist) vom Arbeitgeber gekündigt werden. Warum sollte man einem regelmäßigen Mitarbeiter einen befristeten Vertrag geben, wenn man ihn eh immer kündigen kann? Was soll diese komische Unsitte? Das macht keinen Sinn.

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